Beiträge von Hogi983

    Guten Morgen #5 Freunde


    1.) Sammeleinstellung der unzähligen Helferlein

    So in etwa:

    • 1980er-Jahre: Nur ABS und ESP im Sportmodus sind aktiv
    • 2000er-Jahre: Zusätzlich Spurhalteassistent, optional gerne auch ACC
    • Meine Hitparade: Alle Helferlein können nach Belieben ein- oder ausgeschaltet werden.

    PS: Mit diesem Ansatz lassen sich alle bzw. fast alle Assistenzsysteme mit einem einzigen Tipp auf dem Display konfigurieren.


    2.) Verbesserte Fahrassistenten, die bis zur Höchstgeschwindigkeit nutzbar sind – auf dem Niveau eines VW Travel Assist.


    3.) Das nervige Blinkergeräusch


    4.) ………


    So, das reicht jetzt einmal. 😉


    Schöne Grüße aus dem kalten Salzkammergut!

    Liebe #5-Freunde,


    nachdem ich gestern mit dem Drachen- und Monstervergleich einen nicht ganz üblichen Beitrag geliefert habe, heute eine Frage zum #5 Pulse.

    Ist von euch schon jemand neben dem Brabus auch die Pulse-Version gefahren?


    Wenn ja: Wie ist sie?


    Und damit meine ich ausdrücklich nicht Ausstattung oder Design. Mich interessiert zum Beispiel:

    • Ist ein Pulse im Sport-Modus von der Leistung her vergleichbar mit einem Brabus im Sport-Modus?
    • Haben beide dieselben Dämpfer und Federn verbaut, ist das Fahrverhalten also ebenfalls vergleichbar?
      (Laut Datenblatt sind beide Versionen gleich hoch, keiner ist also tiefergelegt.)
    • Gibt es bei der Lenkung gefühlt Unterschiede?

    Ich habe tatsächlich etwas Respekt vor der enormen Leistung der Brabus-Version. Dazu muss ich erklären, dass ich rundherum Passstraßen, Bundesstraßen und kleinere Landesstraßen habe und diese vorrangig befahre. Da bist du mit dem Brabus bei Überholvorgängen schlagartig in Geschwindigkeitsbereichen, in denen du deinen Führerschein – und seit Neuestem in Österreich auch gleich das Auto – verlieren kannst. Den Führerschein bekommst du zurück, das Auto wird versteigert.

    Und wenn dich die Polizei nicht erwischt, dann erwischt dich halt die nächste Kurve, der du dich aufgrund der enormen Beschleunigung mit viel zu hohem Tempo näherst.

    Der Brabus ist im Geschwindigkeitsbereich von 60–160 km/h ein beinahe konkurrenzloses Beschleunigungsmonster – und das ansatzlos und bei allen Steigungen.

    Und sollte ich einmal auf der Autobahn unterwegs sein: Auch der schwächste #5 ist dort stark genug. Denn auf der Autobahn ohne Limit verlierst du langfristig mit jeder Version gegen jeden GTI oder – noch schlimmer – gegen einen 220er Mercedes-Diesel.


    Die zweite Seite ist das Aussehen. Ich bin bald 60, und da passen rote Gurte und sonstige Kriegsbemalungen für mich nicht mehr so richtig. Das ist zumindest meine subjektive Wahrnehmung.


    Und da kommt der Pulse ins Spiel. Konfiguriert ihn einmal in Schwarz und denkt euch elegantere Felgen dazu – eventuell ebenfalls in Schwarz oder solche wie beim Premium.


    So, und jetzt sind wir wieder bei der Ausgangsfrage:


    Wie fährt sich der Pulse im Vergleich zum Brabus?


    Von den reinen Zahlen her sind 588 PS und 4,9 Sekunden auf 100 immer noch Werte, mit denen du locker mit der Speerspitze der neuen BMW-Klasse mithalten kannst.

    Der Pulse ist sicher kein langsames Auto – und vielleicht ist er sogar noch mehr ein Wolf im Schafspelz als der Brabus.


    Danke schon jetzt für Eure Rückmeldungen!

    Drachenzähmer – am zweiten Bildungsweg

    Prolog: Die Beschwörung

    Ein verlängertes Wochenende.

    Und eine Erfahrung, die irgendwo zwischen totaler Überwältigung, euphorischer Freude, Geschwindigkeitswahn, phasenweiser Überforderung, wunderbaren Glücksmomenten und echter, nackter Angst pendelte.

    Eine emotionale Achterbahnfahrt, wie ich sie als technikverliebter Autonarr bisher nicht kannte – zumindest nicht in dieser Intensität.

    Es war eine Grenzerfahrung.

    Solche, von denen man sonst nur in Hochglanzreportagen über Millionäre mit hyperteuren Spielzeugen liest.

    Grenzen der Vernunft wurden eingerissen.

    Grenzen der emotionalen Verarbeitung überschritten.

    Grenzen der geistigen und körperlichen Belastbarkeit verschoben.

    Und gleichzeitig wurden mir Glücksmomente geschenkt, wie man sie nur erlebt, wenn ein Monster kurz gezügelt – und dann wieder losgelassen wird.

    Kapitel I: Das Erwachen des Monsters

    Dieses Fahrzeug – der Smart #5 Brabus – hat Seiten in mir geweckt, die man lieber gut verschlossen hält.

    Rücksichtslosigkeit.

    Arroganz.

    Überheblichkeit.

    Das trügerische Gefühl von Unbesiegbarkeit, Überlegenheit, Unsterblichkeit.

    Und im nächsten Moment:

    Ein harter Aufschlag auf dem Boden der Realität.

    Verängstigt wie ein Kind.

    Schockiert.

    Enttäuscht von mir selbst.

    Man steht dann da, ganz still, ganz ruhig – aus Scham.

    Man will Abstand.

    Möglichst viel Abstand zwischen sich und diesem aufwühlenden Ding aus Stahl, Strom und Wahnsinn.

    Und man hofft, dass einen niemand anspricht.

    Fragt doch jemand:

    „Na, wie war’s?“

    Dann antwortet man leise:

    „Eh gut … eh ok.“

    Und jeder, der einen kennt, weiß sofort:

    Nichts war ok. Gar nichts.

    Kapitel II: Rückzug, Studium, zweite Runde

    Nach einiger Zeit nähert man sich wieder an.

    Nicht direkt – das wäre töricht.

    Sondern über Umwege:

    Menüs.

    Einstellungen.

    Fahrmodi.

    Assistenzsysteme.

    Man studiert die heilige Schrift:

    „Drachenzähmen für wahre Ritter – Bedienungsanleitung, Band I–IV“.

    Bewaffnet mit neuem Wissen, optimierten Einstellungen und dem festen Willen, diesmal die Selbstbeherrschung nicht zu verlieren, steigt man wieder auf.

    Zur nächsten Runde dieser emotionalen Achterbahn.

    Ich hatte Glück.

    Sehr viel Glück.

    Alle Schutzengel im Dienst.

    Und – noch wichtiger – Zeit.

    Zeit, um zu lernen, ohne dass Mensch oder Material zu Schaden kamen.

    Das sage ich in aller Demut.

    Und trotzdem weiß ich heute:

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich beim nächsten Mal die nötige Ruhe, Vernunft und Gelassenheit aufbringen werde.

    Ob ich den rechten Fuß wirklich beherrschen kann, wenn die Bestie so mühelos an der Leine zerrt.

    Diese Ambivalenz – Angst und Reiz zugleich – ist Teil des Problems.

    Kapitel III: Flucht oder Heldenreise

    Der einfache Weg wäre klar:

    Vernunft.

    Abstand.

    Oder noch besser:

    Die Entscheidung meiner Frau überlassen.

    Denn eines ist sicher:

    Begriffe wie graziös, edel, nobel oder auch nur sportlich treffen aus ihrer Sicht in keiner Weise zu.

    Von dieser Seite geht keine Gefahr aus.

    Beruhigend.

    Und doch …

    Auf der anderen Seite lockt eines der letzten großen Abenteuer:

    Ein Monster zähmen.

    Einen Drachen reiten.

    Und daran persönlich wachsen – indem man den eigenen, unkontrolliert feuerspeienden Drachen in sich selbst besiegt.

    Denn nur wer das schafft, ist eine Bereicherung für die Menschheit.

    Wer es nicht schafft – und dem Monster trotzdem nicht aus dem Weg geht – dessen Lebenslinie endet manchmal abrupt.

    Oder sehr bald.

    Kapitel IV: Warum man dafür eigentlich eine Lizenz bräuchte

    Eigentlich müsste man sich für dieses Fahrzeug hocharbeiten.

    Level für Level.

    Mit Rückstufung bei Scheitern.

    Noch besser:

    Ein Scheitern ohne Totalschaden.

    Ohne „Game Over“.

    Denn dieses Spiel verzeiht keine Anfängerfehler.

    Kapitel V: Wo der Drache wirklich lebt

    Eines muss klar gesagt werden:

    Du findest dieses Monster nicht auf der Autobahn.

    Nicht in der Stadt.

    Nicht im Kolonnenverkehr zum Badesee oder auf dem Weg zum Skifahren.

    Der Drache lebt dort, wo es still wird:

    Auf wenig befahrenen, kurvigen Landstraßen.

    Idealerweise bergauf und bergab.

    Dort, wo Überholmanöver schnell gehen müssen.

    Wo Gegenverkehr sichtbar, aber trügerisch harmlos wirkt.

    Wo die Physik zwar eingehalten wird –

    die zulässige Höchstgeschwindigkeit aber eher als freundliche Empfehlung verstanden wird.

    Besonders perfide:

    Dem Monster ist es egal, wie steil es bergauf geht.

    Es kennt keine Anstrengung.

    Nur Vortrieb.

    Kapitel VI: Die goldene Regel der Drachenzähmer

    Drachen reitet man allein.

    Mitfahrer werden – lange bevor du das Monster wirklich erweckst –

    zu Furien.

    Zu schreienden, panischen Nebenmonstern.

    Und davor solltest du mehr Angst haben als vor dem Drachen selbst.

    Denn diese Monster lassen sich nicht abschalten.

    Sie verfolgen dich.

    Wochenlang.

    Monatelang.

    Und irgendwann sitzt du dann beim Familienauto auf der Passstraße auf dem Beifahrersitz.

    Still.

    Gedemütigt.

    Traumatisiert.

    Darum gilt:

    Drachenzähmen nur alleine.

    Nicht im Pulk.

    Nicht vor Publikum.

    Volle Konzentration auf Straße, Verkehr – und Bestie.

    Kapitel VII: Jetzt Klartext

    Beim Smart #5 Brabus geht es nicht um:

    • Reichweite
    • Verbrauch
    • Ladeplanung
    • Komfort
    • Laderaum
    • Assistenzsysteme
    • Testergebnisse

    Es geht um eine einzige Frage:

    Bist du in der Lage, dich selbst zu zähmen?

    Deinen rechten Fuß?

    Wenn ja, wird dieses Monster zu einem Fahrzeug, mit dem du große Abenteuer erlebst.

    Vielleicht einige der schönsten Momente deines Lebens.

    Wenn nein –

    dann wird es schlagartig wieder das, was es immer war:

    Ein feuerspeiender Drache, der Leben beenden kann.

    In kaum einem anderen Fahrzeug – schon gar nicht in diesem Preisbereich –

    liegen Freude und Gefahr, Glück und Leid, Euphorie und mögliche Tragödie so eng beieinander.

    Unterschätze ihn – und er kostet dich dein Leben.

    Epilog: Warum man ihn trotzdem kauft

    Man kauft den #5 Brabus aus genau einem Grund:

    Man will der Ritter sein, der den Drachen zähmt.

    Nicht wegen der Kinder.

    Nicht wegen des Laderaums.

    Nicht wegen des hohen Einstiegs.

    All das sind Ausreden.

    Und jeder weiß es.

    Zusätze für Fortgeschrittene

    1. Der Wolf im Schafspelz

    Andere, noch gefährlichere Drachen existieren bereits – gut getarnt hinter Technik und Vernunft.

    Doch kaum einer tarnt seine Bosheit so perfekt wie der #5 Brabus.

    Im Vergleich dazu ist der sprichwörtliche Wolf ein Schoßhündchen.

    2. Die Spardose

    Lege dir eine an.

    Für jene Momente, in denen Ritter und Drache gemeinsam kurz die Contenance verlieren.

    So profitiert wenigstens der Staatshaushalt.

    3. Die Anmeldung auf die bessere Hälfte

    Aus juristischen Gründen dringend empfohlen.

    Die Polizei muss den Drachen dann zurückgeben.

    Nicht versteigern.

    Man selbst lernt im Zweifel wieder Mitfahren.

    Notfalls mit bewährten Bewältigungsstrategien – zeitlich streng begrenzt.

    4. Die letzte Warnung

    Lass deine Frau niemals allein mit dem Brabus.

    Niemals.

    Denn nichts ist gefährlicher als eine zweite Drachenzähmerin im Haushalt.