Durch eine Spiegel headline bin ich neugierig geworden ;-)...
Hier paar Zeilen nicht aus dem Abo-Artikel aber das sollte man als BEV-User wissen👉
Das ist ein gut dokumentiertes Problem, über das zuletzt viel berichtet wurde – auch im Spiegel. Hier die wichtigsten Punkte:
Das Kernproblem
Wird ein verunfalltes E-Auto nicht direkt in eine Werkstatt gebracht, sondern zunächst auf dem Hof eines Abschleppunternehmens abgestellt – etwa weil an Wochenenden oder Feiertagen keine Werkstatt offen hat –, drohen teure Verwahr- und Quarantänekosten. Abschleppdienste verhängen häufig Sicherheits- oder Quarantänemaßnahmen, um mögliche Brandrisiken durch beschädigte Hochvoltbatterien auszuschließen. In der Praxis bedeutet das oft: Das Fahrzeug wird abgesperrt mit großem Sicherheitsabstand zu anderen Autos abgestellt – für diese Sonderverwahrung werden teilweise hohe Tagessätze berechnet. (Vogel)
Das fragwürdige Argument
Der überzogene Aufwand beim Abschleppen von E-Autos wurde vielfach mit Verweis auf die besondere Gefährdung durch diese Fahrzeuge begründet. (Taxi Times) Kritiker sehen das als vorgeschobenes Argument: Die Hauptbotschaft eines neuen Branchenleitfadens lautet: Grundsätzlich sollten E-Autos nach Unfällen nicht anders behandelt werden als Verbrenner, solange die Batterie keine starken Beschädigungen erkennen lässt. (Maklerkontor-crailsheim)
Die Reaktion der Branche
Mehr als zwanzig Verbände aus Versicherungs- und Verkehrsbranche – darunter der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, der Verband der Automobilindustrie und der ADAC – haben gemeinsame Empfehlungen zum Bergen und Abschleppen von Elektrofahrzeugen veröffentlicht, um Unsicherheiten zu beseitigen und überhöhte Kosten zu vermeiden. (Cash)
Konkret empfehlen die Verbände: Die bisher häufige Praxis, verunfallte Elektroautos zunächst bei Abschleppunternehmen zu verwahren, soll entfallen. Entscheidend ist künftig die genaue Temperaturüberwachung des Akkus – steigt die Temperatur nicht an, kann die sichere Verwahrung enden. Das reduziert Standzeiten und Kosten. (Cash)
Was Betroffene tun können
Liegt kein Nachweis über eine konkrete Gefährdung vor, können Kunden gegen überhöhte Rechnungen Einspruch einlegen. Experten raten dazu, jede Rechnung genau zu prüfen und sich nicht vorschnell einschüchtern zu lassen. (nord24)
Das Problem ist also real, strukturell bedingt und liegt im regulatorischen Graubereich – mangels verbindlicher Standards konnten manche Abschleppfirmen bislang relativ ungestört überhöhte Rechnungen stellen. Die neuen Branchenempfehlungen sind ein Schritt in die richtige Richtung, sind aber (noch) unverbindlich