Danke für die vielen Kommentare und in der Tat bringen sie zum Nachdenken, deshalb etwas simpler und um Nuancen schneller auf den Punkt gebracht 😉, dennoch wird es "Blablabla"-Kommentare geben, denn das Zusammenspiel der Sinnesorgane im Gehirn ist megakomplex.
Ich muss kein Koch sein
, um bewerten zu können, ob mir das vorgesetzte Essen schmeckt (nachdem ich es nach meinem Geschmack und den vorhandenen Gewürzen für mich verfeinert, bzw. abgeschmeckt habe).
... mir schmeckt der Wein nicht, nur weil er ausgezeichnet wurde. Und anders gesagt, mir schmeckt nicht jeder Wein, der ausgezeichnet wurde 😉
Man kann eine Heimanlage nicht mit einer Autoanlage vergleichen, das ist wohl jedem klar, auch mir. Zu Hause habe ich den Marantz SR8015 (mit zusätzlichen Endstufen) kürzlich durch den Denon AVC -A1H ersetzt, ich bin, aber ich war auch sehr zufrieden, bei gleichem Setup und unveränderten Lautsprechern, die eigentlich den wesentlichen Teil dazu beitragen, den ausgegebenen Sound auch auszugeben... no na ..
Sennheiser hat einen guten Job gemacht, die Basis klar verbessert
und der Anlage "Ihre Signatur aufgedrückt" (es ist bekannt, wofür Sennheiser einen Namen hat), der Raumklang ist wirklich gut (meine Meinung). Man kann aber nur soweit Verbesserungen vornehmen, soweit die vorhandene Hardware das auch zulässt und ich finde es was ein großer Fehler - seitens Smart - die Serienlautsprecher zu belassen und somit eine massive Limitierung vorzugeben. Mir (!) fehlt es an der klaren, knackigen Trennung im Bassbereich, simple ausgedrückt, und an der Lautstärke. Beides lässt sich eindeutig auf die Limitierung durch die Papplautsprecher zurückführen. Diese im Nahhinein einfach auszutauschen (wie man das früher tat) geht nicht, DSP läuft ins Leere (es kommt zu wenig und zu verändert an und die neuen, viel besseren Lautsprecher werden mitunter schlechter klingen, z.B. untersteuert, es muss zumindest neu eingelesen und abgestimmt werden, mehr geht immer mit größeren Endstufen). Ich halte mich bewusst recht vereinfacht.
Für Interessierte:
Der "Contrabass" (ein spezieller Algorithmus, der die Lautsprecher schont), den Sennheiser im Smart # 5 erzeugt, läuft in dieser Konstellation und nach meinem Geschmack suboptimal. Tiefe Bässe (ab einer gewissen Frequenz) werden nicht wirklich durch schwere Lautsprecher-Membrane abgegeben, sondern das Gehirn setzt erzeugte "Obertöne" zusammen und errechnet den, wie ich ihn bezeichne, Fundamentalbass. In meinem Kopf funktioniert das scheinbar nicht (aber bitte lässt jetzt meinen Kopf aus dem Spiel, danke) und mein Körper spürt das massiv. Die Schwingungen sind geringer und anders, als ich sie gewohnt bin und bislang in jeder High-End Anlage in meinen bisherigen Fahrzeugen (und natürlich fuhr ich nicht jedes Auto, das über eine High-End Anlage verfügt, also es wird Anlagen geben, die das nicht können, vielleicht) spüren konnte.... leichte Vibrationen am Lenkrad, Luftzug der Bässe auf den Beinen, Sitze, die meinen Rücken leicht massierten, etc.... ok, mein nächstes Auto muss also auch Massagesitze haben, um fehlende Bässe zu kompensieren, verstanden...und ja, auch Massagesitze fehlen mir im # 5, wie auch ein Luftfahrwerk)
Nochmals meine Empfehlung für Neukäufer, für die die Soundanlage ein Mitentscheidungsgrund ist, genau dieses Auto in dieser Konfiguration zu kaufen:
hört nicht auf andere, schon gar nicht auf die, die die Anlage nur vom Hörensagen oder Berichten kennen oder die Musik ohne tiefe Begeisterung konsumieren (was bitte sehr legitim ist)! Hört auf eure Ohren, empfindet euren Eindruck. Nehmt eure Playlist mit (es reicht m.E., viele werden auch gegen das protestieren, der USB, den ihr immer anhört, denn es geht um dynamische Bässe, nicht um den Raumklang, der ist - ja, gebe es ja zu - verdammt gut... für ein Auto halt), hört es euch selbst an und entscheidet erst dann und bewusst. Eine unbestimmte Anzahl wird begeistert sein, hört Dinge, die bislang nicht vorhanden waren, eine andere Anzahl wird vielleicht (etwas) enttäuscht sein, kommt immer auf so viele und verschiedene Faktoren an… (Lieder, die ihr hört oder wie ihr das zu hören gewohnt seit).
Ich tat das nicht....bin dann doch enttäuscht...hätte mich aber in diesem Fall dennoch für den #5 Brabus entschieden, da ich ihn sowieso gekauft hätte, weil ich seit 1999 ein Smart-Fan und Sammler bin.
Für jene, denen es vielleicht ähnlich geht: Nächste Woche habe ich einen Termin bei einem Spezialisten, mit ihm habe ich als ersten Schritt ein kleines Upgrade besprochen. Wir werden an einem zusätzlichen, aktiven Subwoofer arbeiten, der muss wohl in den Kofferraum und das Signal vom Zulauf zum Seriensub abgegriffen, werde somit etwas tiefere Frequenzen zusätzlich abspielen lassen, als Fundamentalbass (bin gespannt, was mein Gehirn dann dazu sagt
). Sicher keine ideale Lösung im Vergleich zu tieferen Frequenzen in den Tieftönern in den Türen, aber es wird, so hoffe ich, besser statt schlechter werden, aber bleibt hecklastig, das ist m.E. nie ideal. Ich halte euch auf dem Laufenden, ob das eine günstige Verbesserung, gar eine Lösung, sein kann.
Zur Orientierung (und wen das wieder interessiert), meine Playlist beinhaltet seit Jahren (u.a.) und nehme diese von Auto zu Auto mit (heißt aber jetzt nicht, dass ich keine Updates der Qualität durchführe):
· Air (D-Dur) – Johann Sebastian Bach
· Back in Black - AC/DC
· Boléro – Maurice Ravel
· In the Air Tonight – Phil Collins
· Kingston Town – UB40
· Titanium – David Guetta feat. Sia
· Vienna – Ultravox
Aja, eines noch: nein, ich will die Anlage bewusst nicht mit anderen High-End Anlagen vergleichen, aber ich erinnere mich speziell an ein System, welches mich damals
fast zum Weinen vor Glück brachte .... Harman Kardon Dolby 7 oder so, in einem Mercedes W204, BJ 2012. Ich glaube das hatte sogar unter 500 Watt, die Dynamik war enorm...und das simulierte Dolby war echt gut, damals. Ich muss den USB nehmen und schauen, ob ich das in so einem Auto nochmals anhören kann... ja, dann kann ich vergleichen :). Rein aus der Erinnerung ist mir das nicht mehr möglich. Wäre echt interessant...ob es jetzt - im Vergleich zu # 5 - wieder Tränen gäbe und wenn ja, welche 