Da die heute aktuell in Medien für gut befunden wurden, ich finde die super bescheuert, explizit bei Dreckwetter, Winter und Ergonomie.... was meint ihr, bückt ihr Euch gerne Richtung Bodendreck ;-)....
Pro (Die Sicht der Stadtplaner & Technik)
Städtebauliche Ästhetik: Kein "Säulenwald" auf den Gehwegen; das historische oder moderne Stadtbild bleibt sauber.
Barrierefreiheit auf dem Gehweg: Da die Technik im Boden verschwindet, bleiben die Wege für Rollstühle, Kinderwagen und Fußgänger breit und hindernisfrei.
Vandalismusschutz: Die empfindliche Elektronik ist im massiven Stein sicher vor Remplern, Unfällen oder mutwilliger Zerstörung geschützt.
Skalierbarkeit: Theoretisch lässt sich jeder zweite Bordstein in einer Straße nachrüsten, ohne dass der Bürgersteig unpassierbar wird.
Kontra (Die Sicht der Nutzer & Praktiker)
Mangelnde Ergonomie: Das Bücken auf Knöchelhöhe ist für Menschen mit Rückenproblemen, Senioren oder bei körperlichen Einschränkungen eine Zumutung und diskriminierend.
Schmutz-Faktor: Im Winter oder bei Regen hantiert man im Schneematsch, Salz und Dreck direkt am Boden. Saubere Kleidung ist beim An- und Abstecken Glückssache.
Winter-Versagen: Trotz Heizung können Schneepflüge die Ladepunkte mit festen Schneewällen zuschieben. Ein "Freischaufeln" der Infrastruktur ist für den Nutzer inakzeptabel.
Mechanische Anfälligkeit: Bewegliche Klappen im Bodenbereich sind extremen Belastungen (Streusalz, Hundeurin, Schwerlast-Überfahrten) ausgesetzt. Die langfristige Zuverlässigkeit ist fraglich.
Kabel-Handling: Die schweren, oft starren Ladekabel müssen präzise in Bodennähe eingeführt werden – bei Dunkelheit und Nässe ein fummeliges Unterfangen.
Kritisches Fazit:
Bordsteinlader sind eine Design-Lösung, die das Problem der Stadt (Platzmangel) löst, aber das Problem des Nutzers (Komfort und körperliche Belastung) ignoriert. Sie sind technisch elegant, aber im deutschen Winter und für eine alternde Gesellschaft ergonomisch eine Fehlplanung.