ronaldus: Ich weiß nicht, wie Du darauf kommst, aber ich würde davon abraten. Das sagt ChatGPT zum Thema Anbohren von Autoscheiben:
Kurz gesagt: Nein – das ist bei einer modernen Auto-Windschutzscheibe weder sinnvoll noch wird es ernsthaft empfohlen.
Warum das früher manchmal gemacht wurde
Bei einfachen Glasscheiben (z. B. bei älteren Maschinenabdeckungen oder Acrylglas) wird teils ein kleines Loch am Ende eines Risses gebohrt, um die Spannungsspitze zu entschärfen. Das nennt man „Rissstoppbohrung“. Das funktioniert dort, weil:
Warum das bei einer Windschutzscheibe nicht sinnvoll ist
Moderne Windschutzscheiben bestehen aus Verbundsicherheitsglas (VSG):
Probleme beim Bohren:
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Hohe Bruchgefahr
Glas ist extrem spröde. Beim Bohren entstehen neue Spannungen – die Scheibe kann sofort weiter reißen oder komplett springen.
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Mehrschichtaufbau
Du würdest nur eine Glasschicht anbohren, die andere bleibt gerissen. Die Folie verhindert zwar das Auseinanderfallen, aber der Riss kann trotzdem weiterlaufen.
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Sicherheitsrelevant
Die Windschutzscheibe stabilisiert die Karosserie (wichtig bei Airbag-Auslösung). Eigenständiges Bohren schwächt die Struktur.
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Rechtliche & TÜV-Probleme
Jede Manipulation außerhalb fachgerechter Reparatur kann zum Durchfallen bei der Hauptuntersuchung führen.
Was tatsächlich empfohlen wird
1️⃣ Kleine Steinschläge (kein langer Riss)
Fachbetriebe wie z. B. Carglass reparieren Schäden mit:
Das dient nicht als „Rissstopp“, sondern zur vollständigen Stabilisierung des Schadens.
2️⃣ Längere Risse
Bei Rissen gilt in der Praxis fast immer:
➡ Scheibe austauschen
Besonders wenn:
Fazit
Das selbstständige Bohren eines Lochs zur Rissstoppung bei einer Windschutzscheibe wird nicht seriös empfohlen und ist sicherheitstechnisch riskant.